Nachdem wir eine Nacht im Hotel verbracht haben, sind wir mit dem Bus zu den Longmen Grotten gefahren, die ein wenig ausserhalb der Stadt liegen.
Dort kann man in mehreren tausend Hoehlen, Buddhastatuen und andere in den Fels gehauene religioese Kunstwerke betrachten.
Leider kann man nicht alle Grotten sehen, allerdings ist man auch mit dem Besichtigen der geoeffneten lange Zeit beschaeftigt.
Wie es sich gehoert schliesst sich auch noch ein sehr alter Tempel an, der einige Stufen nach oben auf dem Berg steht.
Die Hitze und der begrenzte Wasservorrat machten einem das Besteigen allerdings nicht gerade leicht.
Die Chinesen nehmen sich ihr Weltkulturerbe auch mal gerne zur Besichtigung vor, es wimmelte ueberall nur so von Besuchern und bunten Muetzen der Reisegruppen.
Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass wir doch ohne Gruppe los sind, auch wenn das sicher lustig geworden waere, es haette sicher auch mehr Stress bedeutet.
Nach der Besichtigung der Grotten ahebn wir uns mal wieder auf die Suche nach etwas leckerem zu essen gemacht, was in Nanchang irgedwie viel einfacher ist als im Rest Chinas.
Wir haben dann aber ein Restaurant gegenueber des Hotels gewaehlt, das sogar irgendwelche internationalen Auszeichnungen am Haus haengen hatte und in dem es sehr leckeres Essen gab.
Wir hatten eine Spezialitaet der Region, ein sogenanntes Wassermenue.
Hierfuer werden fast alle Gerichte am Tisch oder kuz vorher mit einer Fluessigkeit aufgefuellt, die sehr gut gepfeffert ist, sonst aber die uebliche Schaerfe der Chilis nicht erreicht.
Da wir alle sehr muede waren und es abends in Luoyang nicht allzuviel zu sehen gibt, haben wir abends nichts besonderes mehr gemacht.
Wednesday, July 30, 2008
Monday, July 28, 2008
Noch mehr Ungeziefer
Nachdem Guido mich gerade gefragt hat auf welcher Seite des Bettes ich schlafen will und ich duschen bin, habe ich beim Zurueckkommen und unters Kopfkissen schauen ein weiteres kleines Grautier gefunden.
Dieses leuchtet sobald man drauf drueckt rot auf, quietscht seltsam und ruft dann quietschig auf :'"I love you!"
Die sind alle verrueckt!
Dieses leuchtet sobald man drauf drueckt rot auf, quietscht seltsam und ruft dann quietschig auf :'"I love you!"
Die sind alle verrueckt!
Ungeziefer?
Irgendwie tauchen hier staendig neue Esel bei mir auf, die bei mir wohnen wollen.
Ich kaufe sie nicht und keiner will etwas zugeben.
Guidos Story war "Das ist eigentlich Ungeziefer und lebt in der Hotelkueche, ich beschwer mich mal", Jun sagt immer nur "What?", Silke sagt "Ich wes vun nix, was fuer Esel?" und Alex macht immer nur so als waere ich bescheuert.
Mittlerweile sind sie zu zwoelft und mein Gepaeck ist schon voll, ohne dass was anderes drin ist.
Aber ich kann den kleinen Tierchen die Bitte um Asyl doch unmoeglich ausschlagen. Oder?
Ich kaufe sie nicht und keiner will etwas zugeben.
Guidos Story war "Das ist eigentlich Ungeziefer und lebt in der Hotelkueche, ich beschwer mich mal", Jun sagt immer nur "What?", Silke sagt "Ich wes vun nix, was fuer Esel?" und Alex macht immer nur so als waere ich bescheuert.
Mittlerweile sind sie zu zwoelft und mein Gepaeck ist schon voll, ohne dass was anderes drin ist.
Aber ich kann den kleinen Tierchen die Bitte um Asyl doch unmoeglich ausschlagen. Oder?
Luoyang
In Luoyang angekommen, stellten wir erstmal fest, dass wir nicht wie geplant nach zwei Tagen abreisen koennen, da es keine Plaetze mehr im Zug gab.
Also buchte Jun uns Tickets fuer den 29. (also dienstag) und zwar von der naechst groesseren Stadt: Zhengzhou.
Also war der Plan, sich in Luoyang die Longmen Grotten anzuschauen und dann von dort aus in eine kleine Stadt zu fahren, von wo aus man das in den Bergen gelegene Shaolinkloster besuchen kann und dann nach Zhengzhou, um den Zug zu nehmen.
Was daraus wurde schreibe ich das naechste Mal, wir gehen jetzt essen.
Also buchte Jun uns Tickets fuer den 29. (also dienstag) und zwar von der naechst groesseren Stadt: Zhengzhou.
Also war der Plan, sich in Luoyang die Longmen Grotten anzuschauen und dann von dort aus in eine kleine Stadt zu fahren, von wo aus man das in den Bergen gelegene Shaolinkloster besuchen kann und dann nach Zhengzhou, um den Zug zu nehmen.
Was daraus wurde schreibe ich das naechste Mal, wir gehen jetzt essen.
Xi'an
Am Dienstag sind wir gegen 14 Uhr in Nanchang abgeduest, um ziehrliche 22 Stunden spaeter (allerdings im Schlafwagen) in Xi'an anzukommen.
Auf leichten Umwegen sind wir dann in unser Hotel gekommen, in welchem eine Suite auf Guido und mich wartete.
Abends haben wir uns ein wenig zu Fuss in der Stadt umgeschaut und sind am Belltower vorbei ins Muslimische Viertel geraten, wo wir nicht nur die beruehmte Lammsuppe, sondern auch gegrilltes Lamm hatten und das war alles sehr sehr lecker. Nur das Brot war nicht wie bei uns. Sah zwar aus wie ein Fladenbrot, schmeckte aber wie Matzen in weich-also nach nix, war aber trotzdem etwas zaeh.
Tags drauf sind wir dann zur Terracottaarmee gefahren und ich habe nicht schlecht gestaunt.
Man kennt ja Stories und Bilder, aber das mal in echt zu sehen ist schon was anderes!
Wir haben uns in Xi'an auch noch ausgiebig die Stadt angeschaut und Guido, Silke und ich sind freitags morgens ohne chinesisch sprachige Begleitung zur grossen Wildganspagode gefahren.
Danach ging's ab nach Luoyang. Diesmal waren es nur knapp 5 Stunden Fahrt im Sitzwagen.
Auf leichten Umwegen sind wir dann in unser Hotel gekommen, in welchem eine Suite auf Guido und mich wartete.
Abends haben wir uns ein wenig zu Fuss in der Stadt umgeschaut und sind am Belltower vorbei ins Muslimische Viertel geraten, wo wir nicht nur die beruehmte Lammsuppe, sondern auch gegrilltes Lamm hatten und das war alles sehr sehr lecker. Nur das Brot war nicht wie bei uns. Sah zwar aus wie ein Fladenbrot, schmeckte aber wie Matzen in weich-also nach nix, war aber trotzdem etwas zaeh.
Tags drauf sind wir dann zur Terracottaarmee gefahren und ich habe nicht schlecht gestaunt.
Man kennt ja Stories und Bilder, aber das mal in echt zu sehen ist schon was anderes!
Wir haben uns in Xi'an auch noch ausgiebig die Stadt angeschaut und Guido, Silke und ich sind freitags morgens ohne chinesisch sprachige Begleitung zur grossen Wildganspagode gefahren.
Danach ging's ab nach Luoyang. Diesmal waren es nur knapp 5 Stunden Fahrt im Sitzwagen.
Sunday, July 27, 2008
Rundreise: Xian
Xian ist eine Touristenstadt und ein krasser Gegensatz zu Nanchang. Der Verkehr ist relativ geordnet, es wird wenig gehupt. Auf der Strasse gibt es kaum einen Fressstand, dafuer aber einen KFC/McDonalds neben dem anderen. Wenn man vorher den Sueden erlebt hat glaubt man kaum noch in China zu sein. Ausserdem bekommt man alle zwei Meter irgendwelche billigen Souvenirs, Ramsch oder Koeter aufgedraengt. Immerhin waren die Longmengrotten sehenswert, wenn auch ziemlich ueberlaufen.
Heute sind wir schon weitergereist nach Deng Feng, hier gibt's leider ausser dem Shaolinkloster das wir morgen besuchen nichts zu sehen. Deshalb geht's heute frueh ins Bett und dann morgen weiter. Am 30.7. sollten wir zurueck in Nanchang sein.
Heute sind wir schon weitergereist nach Deng Feng, hier gibt's leider ausser dem Shaolinkloster das wir morgen besuchen nichts zu sehen. Deshalb geht's heute frueh ins Bett und dann morgen weiter. Am 30.7. sollten wir zurueck in Nanchang sein.
Monday, July 21, 2008
Wir verreisen!!!!
Morgen um 16.40 Uhr fahren wir dank Juns Mutter und ihrer super Connections nach Xian.
Eigentlich gab es keine Karten mehr aber mit etwas Vitamin B gab es doch noch fuenf Tickets fuer den Schlafwagen。
Freu mich voll。
Eigentlich gab es keine Karten mehr aber mit etwas Vitamin B gab es doch noch fuenf Tickets fuer den Schlafwagen。
Freu mich voll。
Frühstück
Heute morgen war ich zum ersten Mal alleine im Supermarkt, um Lebensmittel zu kaufen.
So kann ich während Alex und Jun versuchen, Zugtickets für einen neuen Versuch der Reise zu bekommen und Guido und Silke fröhlich schlummern, mein erstes chinesisches Frühstück zubereiten: Nudeln mit Gemüse.
Für ganz Deutsche gibt es aber auch laddeliges, süßes Toastbrot mit Marmelade.
So kann ich während Alex und Jun versuchen, Zugtickets für einen neuen Versuch der Reise zu bekommen und Guido und Silke fröhlich schlummern, mein erstes chinesisches Frühstück zubereiten: Nudeln mit Gemüse.
Für ganz Deutsche gibt es aber auch laddeliges, süßes Toastbrot mit Marmelade.
Reise
Da wir ja vor einigen Tagen einige Stunden in einem Reisebüro verbracht haben, um uns eine schöne Reise nach Xian und Longmen zu buchen, machten wir uns gestern nach einem halben Tag rumgammeln auf den Weg, in die Stadt zum Einkaufen, Essen und dann zum Bahnhof.
Das Essen war sehr lustig. Wir waren in einem Restaurant in dem man leckere Nudelsuppen und verschiedene Kleinigkeiten wie mit Fleisch gefüllte Taschen, gemischte Pilze, schwarze Eier, Chicken Wings usw. essen konnte.
Wir hatten verschiedene Sachen zum Teilen und dann eine Nudelsuppe.
Es war alles sehr lecker, wenn ich mir auch lauter Fettflecken auf mein neues Tshirt gebracht habe, da ich die langen Nudeln mit den Stäbchen nicht immer tropffrei in meinen Mund befördern konnte.
Nachdem sich vorm Packen heute mittag ein kleiner karrierter Plüschesel in mein Gepäck geschlichen hatte, ohne dass ich etwas davon mitbekommen hatte, durfte der selbstverständlich auch mit.
Wir wollten ihn dann an verschiedenen Orten in China fotografieren.
Und welcher Ort wäre wohl besser geeignet als ein Nudelrestaurant, in dem die Kellnerinnen chinesische Trachten tragen?
Alex hatte dann die Idee, eine der Kellnerinnen zu fragen, ob sie sich mit dem Esel fotografieren lassen würde.
Es entstand ein längeres Gespräch, nachdem wir schon dachten, sie wolle nicht.
Stattdessen hat sie Jun klargemacht, dass sie auch gerne ein solches Foto hätte!
Also hat sie ihre Kamera geholt und sich fotografieren lassen, danach hat Jun Fotos mit der Kellnerin, dem Esel und den lustigen Ausländern gemacht.
Ein anderer Gast hat die ganze Aktion freudig gefilmt.
Danach gings dann ohne Außergewöhnlichkeiten zum Einkaufen und dann endlich zum Bahnhof.
Da wir noch keine Tickets hatten, sollten wir die Frau vom Reisebüro da treffen, um die Tickets zu erhalten und den Rest der Reise zu bezahlen (Wir hatten jeder bereits 500 Yuan angezahlt).
Leider gab es immer noch keine Tickets und wir sollten trotzdem zahlen und man gab uns einen Mann an die Hand, der uns bis in den Zug begleiten und Tickets besorgen sollte.
Das kam uns schon ein wenig komisch vor aber was wissen wir schon über chinesische Geschäfte?
Am Zug allerdings stellte sich dann heraus, dass aus der Reise nichts werden würde, als das Zugbegleitpersonal uns mitteilte, dass sie uns ohne Platzkarten nicht in den Zug lassen werde, da der voll sei.
Wir waren also stinksauer und verlangten unser Geld zurück.
Nach einigen unschönen Worten auf chinesisch, sowie auch auf Deutsch, einem weiteren Treffen mit der Reisetante und ca 20 Minuten hatten wir unser Geld wieder zurück, waren allerdings sehr sauer und zumindest ich war auch echt traurig, weil ich mich seit der Planung sehr auf diese Reise gefreut hatte.
Naja, wir sind dann abends mit vollem Gepäck wohlbehalten in Alexanders Wohnung angekommen und während ich auf dem Klo war, bekam mein Esel Besuch von seinem Bruder.
Jetzt sind sie zu zweit.
Das Essen war sehr lustig. Wir waren in einem Restaurant in dem man leckere Nudelsuppen und verschiedene Kleinigkeiten wie mit Fleisch gefüllte Taschen, gemischte Pilze, schwarze Eier, Chicken Wings usw. essen konnte.
Wir hatten verschiedene Sachen zum Teilen und dann eine Nudelsuppe.
Es war alles sehr lecker, wenn ich mir auch lauter Fettflecken auf mein neues Tshirt gebracht habe, da ich die langen Nudeln mit den Stäbchen nicht immer tropffrei in meinen Mund befördern konnte.
Nachdem sich vorm Packen heute mittag ein kleiner karrierter Plüschesel in mein Gepäck geschlichen hatte, ohne dass ich etwas davon mitbekommen hatte, durfte der selbstverständlich auch mit.
Wir wollten ihn dann an verschiedenen Orten in China fotografieren.
Und welcher Ort wäre wohl besser geeignet als ein Nudelrestaurant, in dem die Kellnerinnen chinesische Trachten tragen?
Alex hatte dann die Idee, eine der Kellnerinnen zu fragen, ob sie sich mit dem Esel fotografieren lassen würde.
Es entstand ein längeres Gespräch, nachdem wir schon dachten, sie wolle nicht.
Stattdessen hat sie Jun klargemacht, dass sie auch gerne ein solches Foto hätte!
Also hat sie ihre Kamera geholt und sich fotografieren lassen, danach hat Jun Fotos mit der Kellnerin, dem Esel und den lustigen Ausländern gemacht.
Ein anderer Gast hat die ganze Aktion freudig gefilmt.
Danach gings dann ohne Außergewöhnlichkeiten zum Einkaufen und dann endlich zum Bahnhof.
Da wir noch keine Tickets hatten, sollten wir die Frau vom Reisebüro da treffen, um die Tickets zu erhalten und den Rest der Reise zu bezahlen (Wir hatten jeder bereits 500 Yuan angezahlt).
Leider gab es immer noch keine Tickets und wir sollten trotzdem zahlen und man gab uns einen Mann an die Hand, der uns bis in den Zug begleiten und Tickets besorgen sollte.
Das kam uns schon ein wenig komisch vor aber was wissen wir schon über chinesische Geschäfte?
Am Zug allerdings stellte sich dann heraus, dass aus der Reise nichts werden würde, als das Zugbegleitpersonal uns mitteilte, dass sie uns ohne Platzkarten nicht in den Zug lassen werde, da der voll sei.
Wir waren also stinksauer und verlangten unser Geld zurück.
Nach einigen unschönen Worten auf chinesisch, sowie auch auf Deutsch, einem weiteren Treffen mit der Reisetante und ca 20 Minuten hatten wir unser Geld wieder zurück, waren allerdings sehr sauer und zumindest ich war auch echt traurig, weil ich mich seit der Planung sehr auf diese Reise gefreut hatte.
Naja, wir sind dann abends mit vollem Gepäck wohlbehalten in Alexanders Wohnung angekommen und während ich auf dem Klo war, bekam mein Esel Besuch von seinem Bruder.
Jetzt sind sie zu zweit.
Sunday, July 20, 2008
Shopping
Die Hoffnung auf ein guenstiges Laptop hat sich leider nicht erfuellt. Computer und Zubehoer kosten fast exakt dasselbe wie zu Hause, mitbringen lohnt also nicht.
Nicht mal ein paar Schuhe kann ich mitbringen, denn Groesse 45 ist hier unmoeglich aufzutreiben.
Nicht mal ein paar Schuhe kann ich mitbringen, denn Groesse 45 ist hier unmoeglich aufzutreiben.
Rundreise
Die naechsten fuenf Tage sind wir auf Rundreise durch Henan, deshalb gibt's hier in der Zeit wenig bis gar nix zu lesen.
Tian Chi
Tian Chi heisst woertlich uebersetzt "Feldhuhn". Das Feldhuhn gackert aber nicht, es macht ein anderes Geraeusch, das jedes Kind kennt. Schmeckt aber fast genauso.
BT
Wir sind in einem Barbecue Restaurant, die Spezialitaet sind Chicken Wings.
Es gibt fuenf Sorten scharfe Wings
Wie Jun erklaert ist BT ein Wortspiel, die englische Aussprache ("Bee Tea") heisst im chinesischen in etwa "pervers". Sie bestellt also einmal "pervers scharf", stellt aber beim Essen fest, dass es ihr zu scharf ist. Nachdem ich schon scharfes Tofu und gegrillte Huehnermaegen gekostet habe ist meine Neugier geweckt und ich probiere auch einen BT wing.
Ich wurde noch nie mit Pfefferspray angegriffen, aber genauso stelle ich es mir vor. Die Augen traenen unkontrollierbar, Mund und Rachen schmerzen. Eine Stelle auf dem Handruecken die mit der Sosse in Kontakt kam brennt und roetet sich. Nach zehn Minuten und einer Flasche Bier lassen die Schmerzen nach.
War aber irgendwie lecker. Falls ich mal soweit bin die "extra BT" ohne Schmerzensschreie zu essen wechsele ich den Beruf und werde professioneller Stuntesser.
Es gibt fuenf Sorten scharfe Wings
- Normal
- Wuerzig
- Extra wuerzig
- BT
- Extra BT
Wie Jun erklaert ist BT ein Wortspiel, die englische Aussprache ("Bee Tea") heisst im chinesischen in etwa "pervers". Sie bestellt also einmal "pervers scharf", stellt aber beim Essen fest, dass es ihr zu scharf ist. Nachdem ich schon scharfes Tofu und gegrillte Huehnermaegen gekostet habe ist meine Neugier geweckt und ich probiere auch einen BT wing.
Ich wurde noch nie mit Pfefferspray angegriffen, aber genauso stelle ich es mir vor. Die Augen traenen unkontrollierbar, Mund und Rachen schmerzen. Eine Stelle auf dem Handruecken die mit der Sosse in Kontakt kam brennt und roetet sich. Nach zehn Minuten und einer Flasche Bier lassen die Schmerzen nach.
War aber irgendwie lecker. Falls ich mal soweit bin die "extra BT" ohne Schmerzensschreie zu essen wechsele ich den Beruf und werde professioneller Stuntesser.
Lao Wai
Nanchang hat ca. 4 Millionen Einwohner, davon geschaetzte 200 westliche Auslaender.
Man faellt also auf wie der sprichwoertliche bunte Hund. Die Chinesen sind ziemlich neugierig und scheuen sich auch nicht das zu zeigen und den Fremden genauestens zu betrachten. Auf dem Ba Yi Platz kam eine Gruppe junger Leute auf uns zu und wollte Fotos von und mit uns machen. Im Park ziehen wir mehr Blicke auf uns als die Musiker und Taenzer mit ihren Vorfuehrungen. Wenn man die Worte kennt hoert man auch oft "Wai Guo Ren" oder "Lao Wai", beides heisst "Auslaender". Letzteres ist eher Slang, aber wie man (etwas zu oft) versichert nicht abwertend gemeint. Wahrscheinlich ist es das aber nicht, die meisten laecheln freundlich zurueck und mancher versucht gar auf chinesisch ein Gespraech anzufangen.
Einerseits ist mal ganz interessant ein Exot zu sein, das Gefuehl bekommt in Europa natuerlich nicht. Andererseits freue ich mich irgendwie auch wieder darauf in Muenchen zu landen und in der Masse verschwinden zu koennen.
Man faellt also auf wie der sprichwoertliche bunte Hund. Die Chinesen sind ziemlich neugierig und scheuen sich auch nicht das zu zeigen und den Fremden genauestens zu betrachten. Auf dem Ba Yi Platz kam eine Gruppe junger Leute auf uns zu und wollte Fotos von und mit uns machen. Im Park ziehen wir mehr Blicke auf uns als die Musiker und Taenzer mit ihren Vorfuehrungen. Wenn man die Worte kennt hoert man auch oft "Wai Guo Ren" oder "Lao Wai", beides heisst "Auslaender". Letzteres ist eher Slang, aber wie man (etwas zu oft) versichert nicht abwertend gemeint. Wahrscheinlich ist es das aber nicht, die meisten laecheln freundlich zurueck und mancher versucht gar auf chinesisch ein Gespraech anzufangen.
Einerseits ist mal ganz interessant ein Exot zu sein, das Gefuehl bekommt in Europa natuerlich nicht. Andererseits freue ich mich irgendwie auch wieder darauf in Muenchen zu landen und in der Masse verschwinden zu koennen.
Saturday, July 19, 2008
Tempel und Park
Gestern waren wir in einem Tempel und im Park.
Der Tempel wird von buddhistischen Mönchen bewohnt und besteht aus mehreren Gebäuden, die alle reich verziert sind.
Mehrere sehr große Statuen von Buddha und seinen Wächtern sind umringt von vielen kleinen Statuen und Holzverziehrungen in schönen bunten Farben.
Leider darf man im Inneren der einzelnen Tempelgebäude nicht fotografieren, sodass ich nur Fotos von den Außenanlagen machen konnte.
Der Park war ein Fall für sich, sehr schön gestaltet würde er in Deutschland als eine Ruheoase genutzt werden, an manchen Ecken vielleicht zum Ballspielen oder Grillen.
In China jedoch hat man keine Stelle ohne Ohrenbetäubenden Krach.
Da spielt ein junger Mann eine Geige, ein anderer singt dazu. Kaum fünf Meter davon entfernt spielen andere Leute andere Musik, in der gleichen Lautstärke, weitere drei Meter weiter machen zwei eine Comedyshow usw.
Schön war es allerdings, den Leuten zu zusehen und besonders dem einen Mann, der (wie bereits von Andrea erzählt) mit Wasser und großem Pinsel Schriftzeichen auf den Boden gemalt hat.
Silke allerdings fand den alten Mann, der Tai-Chiübungen gemacht hat am interessantesten.
Nachdem wir gestern mittag bei Juns Oma Essen bekommen haben, welches zwar für uns überraschend kam aber sehr lecker war, haben wir gestern mal ganz westlich im Pizza Hut gegessen.
Das war ein großer Fehler. Nicht nur dass es vergleichsweise unglaublich teuer war, Juns Kartoffelsalat war nicht wirklich lecker und Silke, Guido und ich hatten abends fiesen Durchfall, Alex war schlecht.
Aber dafür konnten wir die Baukunst der Chinesen am Salatbuffet bewundern.
Die schaffen es, sich noch mehr auf die Teller zu laden als die Deutschen, allerdings mit System und viel, viel Zeit.
Das eine Päärchen hat sich in mühevoller Kleinstarbeit eine Festung aus Gurken gebaut, die sie dann in der Mitte mit Salat gefüllt hat, oben drauf kamen dann so Sachen wie Hähnchen und Melone. Alex hat auch ein Foto davon gemacht.
Beim Shoppen habe ich schon ein paar mal zugelangt, da hier einiges günstiger ist als in Deutschland.
Heute sind wir ganz offiziell bei Juns Familie eingeladen. Allerdings wird uns diesmal die Mutter bekochen und wir sind echt gespannt darauf!
Der Tempel wird von buddhistischen Mönchen bewohnt und besteht aus mehreren Gebäuden, die alle reich verziert sind.
Mehrere sehr große Statuen von Buddha und seinen Wächtern sind umringt von vielen kleinen Statuen und Holzverziehrungen in schönen bunten Farben.
Leider darf man im Inneren der einzelnen Tempelgebäude nicht fotografieren, sodass ich nur Fotos von den Außenanlagen machen konnte.
Der Park war ein Fall für sich, sehr schön gestaltet würde er in Deutschland als eine Ruheoase genutzt werden, an manchen Ecken vielleicht zum Ballspielen oder Grillen.
In China jedoch hat man keine Stelle ohne Ohrenbetäubenden Krach.
Da spielt ein junger Mann eine Geige, ein anderer singt dazu. Kaum fünf Meter davon entfernt spielen andere Leute andere Musik, in der gleichen Lautstärke, weitere drei Meter weiter machen zwei eine Comedyshow usw.
Schön war es allerdings, den Leuten zu zusehen und besonders dem einen Mann, der (wie bereits von Andrea erzählt) mit Wasser und großem Pinsel Schriftzeichen auf den Boden gemalt hat.
Silke allerdings fand den alten Mann, der Tai-Chiübungen gemacht hat am interessantesten.
Nachdem wir gestern mittag bei Juns Oma Essen bekommen haben, welches zwar für uns überraschend kam aber sehr lecker war, haben wir gestern mal ganz westlich im Pizza Hut gegessen.
Das war ein großer Fehler. Nicht nur dass es vergleichsweise unglaublich teuer war, Juns Kartoffelsalat war nicht wirklich lecker und Silke, Guido und ich hatten abends fiesen Durchfall, Alex war schlecht.
Aber dafür konnten wir die Baukunst der Chinesen am Salatbuffet bewundern.
Die schaffen es, sich noch mehr auf die Teller zu laden als die Deutschen, allerdings mit System und viel, viel Zeit.
Das eine Päärchen hat sich in mühevoller Kleinstarbeit eine Festung aus Gurken gebaut, die sie dann in der Mitte mit Salat gefüllt hat, oben drauf kamen dann so Sachen wie Hähnchen und Melone. Alex hat auch ein Foto davon gemacht.
Beim Shoppen habe ich schon ein paar mal zugelangt, da hier einiges günstiger ist als in Deutschland.
Heute sind wir ganz offiziell bei Juns Familie eingeladen. Allerdings wird uns diesmal die Mutter bekochen und wir sind echt gespannt darauf!
Thursday, July 17, 2008
Verkehr
Der Verkehr in Nanchang ist wahnsinnig. Wie so vieles hier ist es schwer in Worte zu fassen, ich will es trotzdem mal versuchen.
Meine Vorstellung von einer Fahrschule in Nanchang - falls es hier ueberhaupt sowas gibt - ist, dass man den Schuelern vier Dinge beibringt:
Dementsprechend werden Verkehrsschilder - sofern ueberhaupt vorhanden - ignoriert, Zebrastreifen sowieso, Ampeln sind eher ein Vorschlag anzuhalten.
Ob man auf der eigenen Spur, im Gegenverkehr oder auf dem Gehweg faehrt ist egal solange Regel vier eingehalten wird. Wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer im Weg ist wird gehupt.
Die Strassenseite wechseln ist ein kleines Abenteuer und erfordert ein wenig Uebung. Man versucht gleichzeitig nach links und rechts zu schauen und solange man vor sich ein paar Zentimeter Platz hat laueft man weiter. Die ersten paar Mal ist es natuerlich stressig wenn Busse und Taxen mit wenigen Zentimetern Abstand an dir vorbeifahren, aber daran
gewoehnt man sich schnell und nach nur zwei Tagen hab ich schon genug Uebung um auch ueber grosse Kreuzungen zu kommen.
Das Erstaunliche ist, dass dieses System ziemlich gut funktioniert. Es ist eine Art Schwarm und so wie sich zwei Fischschwaerme gegenseitig durchqueren koennen kann hier auf einer Spur der Verkehr in beide Richtungen fliessen. Es ist dabei auch keine Aggression spuerbar, niemand regt sich wirklich ueber andere auf. Wenn gehupt wird macht man den Weg frei ohne die geballte Faust oder den Stinkefinger zu zeigen.
Kleinere Rempler bleiben dabei natuerlich nicht aus und den meisten Fahrzeugen sieht man das auch an, aber schwere Unfaelle scheinen eher selten zu sein. Das liegt natuerlich auch daran, dass man tagsueber nie schneller als 30 km/h bzw. 15 km/h im Durschnitt fahren kann.
Wenn doch mal ein Unfall passiert sind die zahlreichen Motorroller die Verlierer. Die fuellen noch die letzten Luecken zwischen Autos, Bussen und LKW und wenn ein anderer Fahrer nicht aufpasst werden sie zerquetscht.
Alex hatte mal ein Video rumgeschickt, das werde ich spaeter nochmal posten. Silkes Kamera hat auch eine Videofunktion mit der ich vielleicht auch mal einen kleinen Film drehen kann. Aber schlussendlich ist es etwas, das man einfach selbst erlebt haben muss.
Meine Vorstellung von einer Fahrschule in Nanchang - falls es hier ueberhaupt sowas gibt - ist, dass man den Schuelern vier Dinge beibringt:
- Gas geben um schneller zu werden
- Bremsen um langsamer zu werden
- Ab und zu mal schalten (optional)
- Beruehrung mit anderen Fahrzeugen vermeiden
Dementsprechend werden Verkehrsschilder - sofern ueberhaupt vorhanden - ignoriert, Zebrastreifen sowieso, Ampeln sind eher ein Vorschlag anzuhalten.
Ob man auf der eigenen Spur, im Gegenverkehr oder auf dem Gehweg faehrt ist egal solange Regel vier eingehalten wird. Wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer im Weg ist wird gehupt.
Die Strassenseite wechseln ist ein kleines Abenteuer und erfordert ein wenig Uebung. Man versucht gleichzeitig nach links und rechts zu schauen und solange man vor sich ein paar Zentimeter Platz hat laueft man weiter. Die ersten paar Mal ist es natuerlich stressig wenn Busse und Taxen mit wenigen Zentimetern Abstand an dir vorbeifahren, aber daran
gewoehnt man sich schnell und nach nur zwei Tagen hab ich schon genug Uebung um auch ueber grosse Kreuzungen zu kommen.
Das Erstaunliche ist, dass dieses System ziemlich gut funktioniert. Es ist eine Art Schwarm und so wie sich zwei Fischschwaerme gegenseitig durchqueren koennen kann hier auf einer Spur der Verkehr in beide Richtungen fliessen. Es ist dabei auch keine Aggression spuerbar, niemand regt sich wirklich ueber andere auf. Wenn gehupt wird macht man den Weg frei ohne die geballte Faust oder den Stinkefinger zu zeigen.
Kleinere Rempler bleiben dabei natuerlich nicht aus und den meisten Fahrzeugen sieht man das auch an, aber schwere Unfaelle scheinen eher selten zu sein. Das liegt natuerlich auch daran, dass man tagsueber nie schneller als 30 km/h bzw. 15 km/h im Durschnitt fahren kann.
Wenn doch mal ein Unfall passiert sind die zahlreichen Motorroller die Verlierer. Die fuellen noch die letzten Luecken zwischen Autos, Bussen und LKW und wenn ein anderer Fahrer nicht aufpasst werden sie zerquetscht.
Alex hatte mal ein Video rumgeschickt, das werde ich spaeter nochmal posten. Silkes Kamera hat auch eine Videofunktion mit der ich vielleicht auch mal einen kleinen Film drehen kann. Aber schlussendlich ist es etwas, das man einfach selbst erlebt haben muss.
Fotos
Natuerlich mache ich auch Fotos, aber leider hab ich gerade keinen Konverter fuer das RAW Format meiner Kamera. Also gibt's vielleicht erst nach unserer Rueckkehr ein paar Bilder.
Zeitverschiebung
Wie euch sicher aufgefallen ist hinkt das Blog zwei Tage hinterher, das liegt an der Zeitverschiebung. Aber im Ernst, ich werde in den naechsten Tagen aufholen.
Angekommen
Die Anzeige im Flugzeug verspricht 34 Grad Aussentemperatur, das ist heiss, aber auszuhalten. Als ich dann aus dem Flugzeug steige laufe ich gegen eine Wand. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei geschaetzten 300 Prozent. Und ich hab mich noch gewundert, dass aus der Klimaanlage im Flugzeug Nebel kommt.
Am Ausgang erwarten uns schon Alexander und Jun. Er ist wirklich ueberrascht, dass Silke ihre Flugangst ueberwunden hat um mitzukommen.
Wir verlassen den klimatisierten Flughafen, wieder ein Temperaturschock. Draussen erwarten uns Juns Mutter und ein Freund mit einer Art Range Rover. Auf der Fahrt bekommen wir einen ersten Eindruck vom Verkehr in Nanchang, aber davon spaeter mehr.
Nachdem das Gepaeck bei Alex abgeladen ist kosten wir unser erstes echtes chinesisches Essen in China, aber auch das braucht einen eigenen Eintrag.
Endlich kann ich nach 36 Stunden ins Bett fallen.
Am Ausgang erwarten uns schon Alexander und Jun. Er ist wirklich ueberrascht, dass Silke ihre Flugangst ueberwunden hat um mitzukommen.
Wir verlassen den klimatisierten Flughafen, wieder ein Temperaturschock. Draussen erwarten uns Juns Mutter und ein Freund mit einer Art Range Rover. Auf der Fahrt bekommen wir einen ersten Eindruck vom Verkehr in Nanchang, aber davon spaeter mehr.
Nachdem das Gepaeck bei Alex abgeladen ist kosten wir unser erstes echtes chinesisches Essen in China, aber auch das braucht einen eigenen Eintrag.
Endlich kann ich nach 36 Stunden ins Bett fallen.
Wednesday, July 16, 2008
Die Reise
Der Flug von Muenchen nach Beijing war ereignislos und turbulent.
Das Unterhaltungssystem im Flugzeug (Windows CE) streikte staendig und trotz achtmaligem Reboot konnte ich nicht mehr als 30 Minuten einer Folge House, MD schauen. Zum Glueck hatte ich mit iPod und PSP vorgesorgt. Trotzdem war es eher langweilig.
Leider war aber auch an Schlaf nicht zu denken, denn jedesmal wenn ich fast eingenickt war wurden wir schon wieder ordentlich durchgeschuettelt. Wie Melanie dabei (etwas) schlafen konnte ist mir ein Raetsel.
Schliesslich kamen wir wohlbehalten am brandneuen und riesiegen Terminal 3 an. Obwohl die olympischen Spiele vor der Tuer stehen fanden wir erst nach wenig erflogreichen Versuchen bei Flugpersonal und Zoll eine Dame vom Infodesk die Englisch sprach und uns sagen konnte, dass wir fuer den Anschlussflug das Terminal wechseln mussten. Der Transfer lief problemlos und nach fuenf weiteren langweiligen Stunden Aufenthalt am deutlich kleineren und aelteren Terminal 2 waren wir unterwegs nach Nanchang.
Auf diesem Flug waren wir die einzigen Europaer und wurden dementsprechend interessiert beobachtet. Das sollte nur ein kleiner Vorgeschmack auf Nanchang sein, aber davon morgen mehr.
Das Unterhaltungssystem im Flugzeug (Windows CE) streikte staendig und trotz achtmaligem Reboot konnte ich nicht mehr als 30 Minuten einer Folge House, MD schauen. Zum Glueck hatte ich mit iPod und PSP vorgesorgt. Trotzdem war es eher langweilig.
Leider war aber auch an Schlaf nicht zu denken, denn jedesmal wenn ich fast eingenickt war wurden wir schon wieder ordentlich durchgeschuettelt. Wie Melanie dabei (etwas) schlafen konnte ist mir ein Raetsel.
Schliesslich kamen wir wohlbehalten am brandneuen und riesiegen Terminal 3 an. Obwohl die olympischen Spiele vor der Tuer stehen fanden wir erst nach wenig erflogreichen Versuchen bei Flugpersonal und Zoll eine Dame vom Infodesk die Englisch sprach und uns sagen konnte, dass wir fuer den Anschlussflug das Terminal wechseln mussten. Der Transfer lief problemlos und nach fuenf weiteren langweiligen Stunden Aufenthalt am deutlich kleineren und aelteren Terminal 2 waren wir unterwegs nach Nanchang.
Auf diesem Flug waren wir die einzigen Europaer und wurden dementsprechend interessiert beobachtet. Das sollte nur ein kleiner Vorgeschmack auf Nanchang sein, aber davon morgen mehr.
Subscribe to:
Posts (Atom)